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Verbesserung der Qualität und Sicherheit sowie Reduzierung der Kosten entlang der Wertschöpfungskette des biologischen Landbaus und der Low Input Erzeugung in Europa


Die Europäische Union finanziert mit 18 Millionen Euro über fünf Jahre ein sogenanntes Integriertes Projekt1: ' QUALITYLOWINPUTFOOD '. Dieses Projekt setzt sich zum Ziel, die Qualität, die Sicherheit und die Produktivität entlang der Wertschöpfungsketten des biologischen Landbaus und der Low Input Erzeugung in Europa zu verbessern.

An diesem Integrierten Projekt beteiligen sich 31 Forschungsanstalten, Firmen und Universitäten in Europa und darüber hinaus. Fünf der acht Industriepartner sind kleinere bis mittelere Unternehmen. Alle sind in der Produktion, Verarbeitung und Qualitätssicherung von biologischen erzeugten Nahrungsmitteln tätig.

Die Forschung umfasst die gesamte Nahrungsmittelkette vom Acker bis auf den Teller. Es werden verschiedene Produktgruppen untersucht, wie z. B. Unterglasgemüse (Tomate), Feldgemüse (Kopfsalat, Zwiebel, Kartoffel, Karotte, Kohl), Obst (Apfel), Getreide (Weizen), Schweinefleisch, Molkereiprodukte und Geflügel. Darüber hinaus wird das Verhalten der Verbraucher und deren Erwartungen gemessen, und neue Techniken entwickelt, um die Nährwerte, die sensorische, mikrobiologische und toxikologische Qualität und Sicherheit der biologisch erzeugten Nahrungsmittel zu verbessern. Zudem werden die Auswirkungen aller getesteten Innovationen des Projekts auf die Umwelt, auf sozioökonomische Aspekte und auf die Nachhaltigkeit überprüft.

Die Forschung liefert wichtige – im Moment noch fehlende – Informationen darüber, wie unterschiedliche Produktionssysteme den Nährwert, den Geschmack und die Sicherheit der Nahrung beeinflussen. Das Projekt wird voraussichtlich eine bedeutende Auswirkung hinsichtlich einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit des Bio-Sektors haben. Das kommt wiederum den europäischen Verbrauchern und den Bio-Landwirten zu Nutze.

Auf einem Kongress mit dem Titel “Organic Farming, Food Quality and Human Health Congress”vom 6. bis 9. Januar 2005 werden die wichtigsten Ergebnisse des Integrierten Projektes sowie weitere abgeschlossene oder laufende europäische Forschungsprojekte vorgestellt. Der Kongress findet an der Newcastle University (GB) statt. Er richtet sich an Produzenten, Verarbeiter, Händler/Lebensmitteleinzelhändler, Verbraucherorganisationen und andere Entscheidungsträger der Produktionskette (weitere Details auf der Projektwebsite unter www.qlif.org).

Low input für ein Maximum an ökonomischen Output

Die europäischen Bürger wünschen sich eine Landwirtschaft, die schmackhafte, sichere, erschwingliche und nahrhafte Nahrungsmittel erzeugt, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Die "Low-Input-Landwirtschaft“ minimiert oder verzichtet vollständig auf synthetische Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel. Das bekannteste Low-Input-System ist der biologische Landbau, einer der dynamischsten Sektoren der Landwirtschaft in Europa. Dieser steht aber auch vor erheblichen Herausforderungen, um der Nachfrage nach sicheren, qualitativ hochwertigen, erschwinglichen und biologisch erzeugten Nahrungsmitteln gerecht zu werden. Das 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission (FP6) hat 685 Million Euro der Forschung und Entwicklung im Bereich der Nahrungsmittelqualität und –sicherheit zugewiesen. Zu diesem Bereich zählen "sicherere und umweltfreundliche Produktionsmethoden und -techniken und gesündere Nahrungsmittel", "Auswirkung der Nahrung auf die Gesundheit" und "Rückverfolgbarkeit entlang der Produktionskette". Das Projekt ' QualityLowInputFood ' bringt europäisches Expertenwissen in einem Integrierten Projekt mit einem Budget von 18 Millionen Euro zusammen, um die oben genannten Ziele zu erreichen.

Zuerst der Verbraucher...

In einer der ersten Untersuchungen wird ermittelt, was die Verbraucher von „Low-Input“-Nahrungsmitteln erwarten. Anschliessend wird erhoben, was sie wirklich kaufen. So soll festgestellt werden, was Produzenten tun müssen, um die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen. In weiteren Untersuchungen werden „Low-Input“- und herkömmliche Produkte bezüglich ihres Nährwerts, Geschmacks, Lagerbeständigkeit und Verarbeitungseigenschaften verglichen. Ausserdem sind die Gefahren ein Forschungsthema, die mit einer verringerten Fruchtbarkeit, mit Krankheitserregern und mit Giftstoffen von Pilzen verbunden sind. Das Ziel ist, zu verstehen, wie diese Nutzen und Gefahren entlang der Kette gehandhabt und gesteuert werden können.

Dann der Produzent...

Basierend auf diesen Erkenntnissen, entwickeln Wissenschaftler neue Techniken, um bessere Produkte so kosteneffizient wie möglich zu produzieren, und sie bei den Fachleuten der Lebensmittelindustrie zu verankern. Dabei wird der Fokus auf die „on-farm“ Forschung der Erzeugung von Getreide, Gemüse, Milch, Geflügel- und Schweinefleisch gelegt. So prüfen Agrarwissenschaftler u. a. unterschiedliche Managementstrategien für die Verbesserungen der Bodenfruchtbarkeit und der Krankheits-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfung. Das Ziel ist, höhere Erträge von qualitativ hochwertigen und biologisch erzeugten pflanzlichen Nahrungsmitteln zu erreichen. Tierhaltungsexperten wiederum untersuchen, wie verbesserte Tierhaltungs- und Fütterungsmethoden die Ernährungsqualität der biologisch erzeugten Milch erhöhen bzw. den Parasitenbefall und die bakterielle Infektionen in der Schweine- und Milchproduktion verringern können.


31. Groupe de Recherche et d’Echanges Technologiques (France)

Weitere Informationen

Projekt Koordinator: Prof. C. Leifert, University of Newcastle, UK

Akademischer Koordinator: Dr. Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)

Liste der Partner


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